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    Fertig – also fast

    Ich muss gestehen, ich bin geschafft und werde nun den Feierabend einläuten … und, unter uns gesagt, den habe ich auch verdient. Die letzten beiden Tage habe ich damit verbracht den Satz für das Sagenbuch zu machen. „Sagenhafte Geschichten – Was Sagen sind bestimmen wir!“ ist also einen großen Schritt vorangekommen. Es fehlen noch das Cover, dann ordern wir einen Probedruck und sehen den noch einmal auf Fehler durch und wenn das erledigt ist, geben wir den Druckauftrag raus. Ungefähr 14 Tage später ist es dann käuflich zu erwerben.

    Es ist wirklich erstaunlich wieviel Arbeit, von der ersten Idee bis zum fertigen Buch, zu machen ist. Geschichten sammeln, übersetzen, selbst eine Schreiben, die Herausgeberinnen wollen ja auch ihren Beitrag leisten, Korrekturlesen, alles in Form bringen, Korrekturlesen, ein druckfähiges PDF mit Impressum und Inhaltsverzeichnis erstellen. Das Cover gestalten und so tausend Kleinigkeiten. Aber ich finde es lohnt sich. Wie schon in unserem Märchenbuch, sind auch in der neuen Anthologie wieder wundervolle Geschichten zusammengekommen.

    Doch bevor ich mich heute ans Werk gemacht habe, wollte ich mich entsprechend stärken und ehrlich gesagt, auch ein wenig verwöhnen. Daher also ein Schlenker zum Lieblingseisdealer Dolce Vita, der jetzt auch wunderbares veganes Eis im Sortiment hat. Dunkle Schokolade mit Fleur de Sel und Pistazie war meine Wahl. Das nächste Mal probiere ich das Advocado-Melone-Ingwer Eis.

  • Bücher,  Daily Musings,  Rezensionen,  Uncategorized

    Kleinkramtag

    So richtig von Frühling, kann man ja noch nicht reden. Es ist noch immer sehr kalt, aber wenigstens scheint die Sonne und gleich werde ich noch mal einen schönen Spaziergang machen, bevor ich mich wieder in meine Geschichte begeben. Ansonsten ist heute so einiges an Puzzlekram zu erledigen. Gerade habe ich eine Rezension zu Frostmond von Frauke Buchholz geschrieben. Ein wichtiges Buch, das mich vom Thema her angesprochen hat, aber das literarisch einige Schwächen hat. Dann bin ich heute mit dem Kochen dran. Die letzten Tage war ich da sehr verwöhnt, Viktor hat die Liste seiner Favoriten abgearbeitet, aber für Asia Nudeln bin ich zuständig.

    Gleich werde ich mich also auf den Weg machen und den Kopf ein wenig klarkriegen. Im Moment versuche ich ein Gleichgewicht zwischen Sitzen und Bewegung hinzubekommen. Meine Rückenschmerzen tauchen sofort wieder auf, wenn ich nicht aufpasse und mich oft genug in die vertikale begebe. Auch fällt mir das Schreiben im Stehen immer leichter. Zuerst war es arg ungewohnt und ich musste oft wechseln. Doch nun geht es auch über längere Zeiträume.

    Alles Liebe

  • Bücher,  Rezensionen

    Andrin von Martina Altschäfer

    Susanne ist Schriftstellerin, allerdings verkaufen sich ihre eigenen Werke nicht so, dass sie davon leben könnte und so arbeitet sie zusätzlich als Ghostwriterin. Das läuft auch recht gut, bis sie mit einem Auftrag nicht weiter kommt und sie diesen zurückgeben will. Ihr Verleger lockt sie mit einem Italienaufenthalt, sie geht darauf ein und macht sich auf den Weg. Hier beginnt nun das eigentliche Abenteuer. Durch verschiedene Umstände, beschließt sie zu Fuß einen Bergpass zu überqueren, gerät in ein Unwetter und wird von einem Jeepfahrer namens Andrin mitgenommen. Der bringt sie nach Vogelweh, einem ehemaligen Militärgebiet, in dem alles ein wenig anders zu sein scheint. Andrin lebt dort mit seiner Frau Uta, ab von der Welt, ohne Internet und Handyempfang. Aufgrund der Wetterlage, kann Susanne nicht weiterreisen, sondern muss sich einrichten. Erst ein paar Tage, dann werden es Wochen und schließlich Monate. 

    Vogelweh scheint ein Paradies zu sein, die Hühner legen größere Eier, das Gemüse und Obst gedeiht, dass es eine Pracht ist, die Menschen scheinen langsamer zu altern und das Wasser macht betrunken. Doch auch die Idylle hat ihre Tücken. 

    Martina Altschäfer hat mit Andrin ein äußerst beeindruckendes Debüt hingelegt. Beim Lesen bekam ich regelrecht Sehnsucht nach einem Ort wie Vogelweh. Mir hat sehr gefallen, dass die Autorin nicht für jedes, mystisch scheinende Phänomen, das mit diesem Ort verbunden ist, eine Erklärung liefert. Überhaupt hat mich der Sprachrhythmus sehr angesprochen. Beim Lesen fällt man wunderschön in den Alltag der Protagonist*innen. 

    Martina Altschäfer: Andrin
    Roman

    Mirabilis Verlag, 25. August 2020
    ISBN 978-3-947857-05-0

    Hardcover, Fadenheftung, Schutzumschlag
    mit Zeichnungen von Martina Altschäfer
    280 Seiten; 20 €